AT-OeStA/HHStA SB FA Folliot-Crenneville Familienarchiv Folliot-Crenneville, 1777-1957 (Bestand)

Archivplan-Kontext


Angaben zur Identifikation

Signatur:AT-OeStA/HHStA SB FA Folliot-Crenneville
Titel:Familienarchiv Folliot-Crenneville
Entstehungszeitraum:1777 - 1957
Stufe:Bestand

Angaben zum Umfang

Anzahl:44

Angaben zum Kontext

Aktenbildner-/Provenienzname:Familie Folliot-Crenneville
Archivierungsgeschichte:Der Urvater des Familienarchivs ist Franz Maria Folliot de Crenneville. Er beginnt Familiendokumente zu sammeln als er 1855 in Paris weilt. Dafür besucht er Bibliotheken und Archive. Von Marion Poutet erhält er weitere Familiendokumente für seine Forschungen. Immer wieder während seinen Aufenthalten in seiner Villa in Gmunden arbeitet und ordnet Franz Maria Folliot de Crenneville in dem Archiv. Das FA ist offensichtlich aber nicht nur zur Sicherung der Familienprivilegien und -geschichte für Franz Folliot de Crenneville interessant. In seinem Tagebuch vermerkt er am 21. Juli 1880: „Ich mich im Archive delectiert.“ In seinen letzten Jahren bildet das Archiv also auch Beschäftigung und Ausgleich für ihn. Im September 1923 wird das Archivdurch Franz Seraphicus Folliot Crenneville zur Be-arbeitung an Hofrat Heinrich Zimmermann gegeben. Grund scheint die persönliche Bekanntschaft von Franz Maria Folliot de Crennevilles und Zimmermanns zu sein. Nach dem Tod Zimmermanns 1928 verwahrt seine Tochter Elisabeth Pelz das Archiv in ihrer Wohnung. Franz Seraphicus Folliot Crenneville-Poutet habe kaum Interesse an dem Archiv , so dass sie 1929 an das HHStA herantritt, um das Archiv dort als Depositum zu lagern. Sie fordert jedoch, dass Nutzungsrechte und die Zustimmung zur Benutzung bei Franz Folliot Crenneville verbleiben. Die Archivdirektion ist bereit, das Archiv zu den genannten Bedingungen in Verwahrung zu nehmen. Der Bestand wird am 19.06.1929 aus der Wohnung abgeholt. Gleichzeitig verbringt man den Nachlass Zimmermann aus dem KHM ins Staatsarchiv. Franz Folliot Crenneville gibt sein Einverständnis zur Deponierung und ist bereit, weitere persönliche Unterlagen dem Archiv zuzuführen, also einen Vorlass zu leisten. Diese Dokumente befinden sich dieser Zeit in Gmunden. Außerdem gibt er die Einwilligung, dass ein Verzeichnis erstellt wird. Noch im gleichen Jahr wird dieses angefertigt und Franz Folliot Crenneville vorgelegt. Der Staatsarchivar Dr. Wilhelm Kraus reist im Dezember 1929 nach Gmunden, um weitere Unterlagen nach Wien zu holen. Während dieser Aufenthalte kündigt Franz Folliot Crenneville an, dass er per testamentarischer Anordnung nach seinem Tod alle weiteren Unterlagen dem HHStA zukommen lassen will.
Es lagern zu dieser Zeit in Gmunden etwa drei Viertel des Bestandes, nur ein Viertel befindet sich im HHStA als Depot. Am 30.09.1936 stellt das Archivamt das Archiv Folliot de Crenneville unter Denkmalschutz. Während des 2. Weltkrieges verblieb das Archiv in Gmunden. 1950 reist Kraus im Februar 1950 nach Klein-Hollenstein, um über die Übergabe des Familienarchivs mit Karl Folliot Crenneville zu besprechen. Im folgenden wird ein Depotvertrag zwischen Folliot Crenneville und dem HHStA abgeschlossen. Im April 1950 erreicht das Archiv, in sechs Kisten verpackt, wieder das HHStA. Im Juli 1950 erfolgt die endgültige Unterzeichnung des Depotvertrags.
Im September 1986 stirbt Folliot Crenneville. Im Testament von 1985 heißt es: „Das FA Folliot Crenneville-Poutet vermachen wir dem derzeitigen Verwahrer, dem Haus-, Hof- und Staatsarchiv, Minoritenplatz, 1010 Wien.“ Somit gehen endgültig alle Rechte an dem Archiv an das HHStA über.

Angaben zu Inhalt und Struktur

Inhalt:Der Bestand Folliot de Crenneville besteht aus insgesamt 44 Archivkartons. Die Laufzeit umfasst etwa 800 Jahre. Die erste Information stammt aus dem Jahre 1149, welche im Archiv als Abschrift erhalten ist, die jüngsten Dokumente stammen aus dem Jahr 1958. Die hauptsächliche Originalquellenüberlieferung setzt Ende des 18. Jahrhunderts ein, der Schwerpunkt der Überlieferung liegt im 19. Jahrhundert.
Enthalten sind Briefe und Tagebücher, genealogische Unterlagen der Familie, Fotografien und persönliche Dokumente der einzelnen Familienmitglieder.
Bewertung und Kassation:Dauerhaft aufzubewahren

Angaben zur Benutzung

Zugangsbestimmungen:Der Bestand ist gemäß Bundesarchivgesetz (BGBl. I/162/1999) in Zusammenhang mit der Benutzerordnung des Österreichischen Staatsarchivs in der jeweils gültigen Fassung zugänglich.
Findhilfsmittel:Online Datenbank und Findbuch im Lesesaal
Findmittel-Datei:

Angaben zu verwandtem Material

Veröffentlichungen:Christiane Arndt, Das Archiv der Grafenfamilie Folliot de Crenneville im Haus-, Hof- und Staatsarchiv Wien (Diplomarbeit an der Fachhochschule Potsdam, Potsdam 2009), Heinz Schießer, Franz Graf Folliot de Crenneville. Generaladjutant und Oberstkämmerer Kaiser Franz Josephs (Hrsg. von Christa Freifrau von Tessin), Graz-Stuttgart, 2015.
 

Verwandte Verzeichnungseinheiten

Verwandte Verzeichnungseinheiten:siehe auch:
AT-OeStA/HHStA SB Nl Braun 2-1-50 Briefe von Heinrich Crenneville, 1870.12.11-1896.01.24 (Einzelstück (Aktenstück, Bild, Karte, Urkunde))

siehe auch:
AT-OeStA/HHStA SB Nl Heinrich Zimmermann Nachlass Heinrich Zimmermann, 1844-1863 (Bestand)

siehe auch:
AT-OeStA/HHStA MdÄ AR F4-59-4 Creneville, Heinrich (Akt (Sammelakt, Grundzl., Konvolut, Dossier, File))

siehe auch:
AT-OeStA/HHStA MdÄ AR F4-60-1 Creneville, Viktor (Akt (Sammelakt, Grundzl., Konvolut, Dossier, File))
 

Benutzung

Schutzfristende:31.12.1987
Erforderliche Bewilligung:Keine
Physische Benützbarkeit:Uneingeschränkt
Zugänglichkeit:Öffentlich
 

URL für diese Verz.-Einheit

URL:http://www.archivinformationssystem.at/detail.aspx?ID=1288
 

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