AT-OeStA/AVA Adel RAA Reichsadelsakten, 1500 (ca.)-1806 (Bestand)

Archivplan-Kontext


Angaben zur Identifikation

Signatur:AT-OeStA/AVA Adel RAA
Titel:Reichsadelsakten
Entstehungszeitraum:ca. 1500 - 1806
Stufe:Bestand

Angaben zum Umfang

Anzahl:480
Archivalienart:Akten

Angaben zum Kontext

Aktenbildner-/Provenienzname:Reichskanzlei; Vereinigte Hofkanzlei; k.k. Ministerium des Innern; Staatsamt für Inneres und Unterricht 1918-1920; Bundesministerium für Inneres und Unterricht 1920-1923; Bundeskanzleramt 1920-1938;
Verwaltungsgeschichte:Das k.k. Adelsarchiv, das in gewandelter Form auch nach 1918 fortlebte, war ein reines Behördenarchiv, gekennzeichnet durch eine enge Verbindung mit der obersten Adelsbehörde im Innenministerium, der jeweils die Verleihung von Diplomen und Privilegien zustand. Erster Vorläufer der Adelsbehörde war die Einrichtung von Wappeninspektoren oder Wappenzensoren, die bereits im 17. Jahrhundert erfolgte. Während des 18. und frühen 19. Jahrhunderts gab es das Amt des Wappenzensors in der Reichs- und in der Hofkanzlei. Die Idee der Schaffung eines Heroldsamtes wurde nie verwirklicht. Die eigentliche Gründung des Adelsarchivs erfolgte erst am 4. September 1828, als aufgrund einer Neuordnung der Hofkanzlei, die bislang stark zersplitterten Adelsmaterialien zusammengefaßt wurden. Zu Beginn war das Adelsarchiv nur für die Akten der Vereinigten Hofkanzlei zuständig, erst im Mai 1841 wurden auch die Reichsadelsakten übernommen, allerdings mit der Bestimmung, dass sie weiterhin eine besondere Abteilung bildeten. Über die Geschichte des Adelsarchivs in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts ist wenig bekannt. Es führte als Registratur der Adelsbehörde der Obersten Adelsbehörde, des k.k. Ministeriums des Inneren, ein der Außenwelt ziemlich verborgenes Dasein. Erst durch eine 1893 einsetztende Neuorganisation des österreichischen Archivwesens erhielt das Adelsarchiv mehr und erstmalig auch akademisches Personal. Nach 1918 wurde das Adelsarchiv in "Alte Gratialregistratur" umbenannt und blieb in enger Verklammerung mit den juridischen Abteilungen des Bundesministeriums für Inneres bzw. des Bundeskanzleramtes.
Archivierungsgeschichte:Aufgrund von Einsparungsmaßnahmen wurde die sogennante "Alte Gratialregistratur", das frühere Adelsarchiv, 1933 dem damaligen Staatsarchiv des Inneren und der Justiz eingegliedert. Die beiden dort noch tätigen Beamten, Wolfgang Kotz und Rosa Schaufler, wurden in den Personalstand des Archivs übernommen. Das Staatsarchiv des Inneren und der Justiz wurde 1940 dem "Reichsarchiv Wien" eingegliedert. Durch das Verwaltungsüberleitungsgesetz vom 28. Juli 1945 wurde das Reichsarchiv Wien aufgelöst und an seiner Stelle das Österreichische Staatsarchiv eingerichtet. Das Adelsarchiv war jetzt Teil des neubenannten "Allgemeinen Verwaltungsarchivs". Später wurden dem Bestand Adelsarchiv durch Ankauf noch weitere Bestände hinzugefügt: die Krahl-Wappenkartei; die Sammlung Jäger-Sunstenau; die Familiengeschichtliche Sammlung; die Sammlung Hermann Hermann. Sie stammen zwar provenienzmäßig nicht aus der Alten Gratialregistratur, stehen aber in thematischen Zusammenhang mit den Beständen.

Angaben zu Inhalt und Struktur

Inhalt:In der Reichskanzlei entstande Diplome und Privilegien der habsburgischen Herrscher als römisch-deutsche Kaiser.
Ordnung und Klassifikation:Akten sind in alphabetischer Ordnung abgelegt

Angaben zur Benutzung

Zugangsbestimmungen:Der Bestand ist gemäß Bundesarchivgesetz (BGBl. I/162/1999) in Zusammenhang mit der Benutzerordnung des Österreichischen Staatsarchivs in der jeweils gültigen Fassung zugänglich. Die Bereitstellung erfolgt in Form von Einzelakten.
Sprache:Deutsch, Latein
Findhilfsmittel:Karl Friedrich von Frank, Standeserhebungen und Gnadenakte für das Deutsche Reich und die österreichischen Erblande. 5 Bände.; Kopien der Wappenbücher, 3 Bände.

Angaben zu verwandtem Material

Orginale (Existenz, Aufbewahrungsort):Bestand Reichsregister (RR) im HHStA
Veröffentlichungen:Walter Goldinger, Das ehemalige Adelsarchiv, in: MÖSTA 13 (1960), S. 486-502.
Wolfgang Kotz, Das Reichswappenbuch I, in MÖSTA 7 (1954), S. 219-221.
 

Verwandte Verzeichnungseinheiten

Verwandte Verzeichnungseinheiten:keine
 

Benutzung

Schutzfristende:31.12.1836
Erforderliche Bewilligung:Keine
Physische Benützbarkeit:Uneingeschränkt
Zugänglichkeit:Öffentlich
 

URL für diese Verz.-Einheit

URL:http://www.archivinformationssystem.at/detail.aspx?ID=1699
 

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