AT-OeStA/KA MGA GS T Trient Trient, 1880-1917 (Bestand)

Archivplan-Kontext


Angaben zur Identifikation

Signatur:AT-OeStA/KA MGA GS T Trient
Titel:Trient
Entstehungszeitraum:1880 - 1917
Entstehungszeitraum, Anm.:Die Akten stammen fast ausschließlich aus der Zeit 1914-1917
Darin:Gerichtliche Untersuchungs- und Prozessakten gegen Soldaten und Zivilisten, die einem der in Trient ansässigen Militärgerichten unterstellt waren.
Stufe:Bestand

Angaben zum Umfang

Anzahl:1144
Archivalienart:Akten

Angaben zum Kontext

Aktenbildner-/Provenienzname:Garnisonsgericht Trient; Gericht des k.u.k. Festungskommandos Trient; Gericht des k.u.k Rayonskommandos Südtirol; Gericht der 3. Festungsartilleriebrigade
Verwaltungsgeschichte:Das bis Juli 1914 bestehende Garnisonsgericht wurde nach Inkraftreten der MStPO in mehrere Gerichte geteilt:

1. Das k.u.k. Festungskommandos Trient (als Divisionsgericht), welches für den Festungsbereich zuständig war
2. Das Gericht des k.u.k Rayonskommandos Südtirol (als Divisionsgericht), welches für alle unterstellten Einheiten im Rayon zuständig war (mit Ausnahme der Festung)
3. Das Gericht der 3. Festungsartilleriebrigade (als Brigadegericht)

Das Gericht des Festungskommandos wurde im Oktober 1915 aufgelassen. Dafür entstand ab dem Januar 1916 das Gericht des k.u.k. Stationskommandos Trient (als Divisionsgericht), welches für Straftaten der Angehörigen der 8. Infanteriedivision zuständig war - das Gericht des Rayonskommandos Südtirol blieb weiterhin für alle dort kommandierten Angehörigen, exklusive der zuvor genannten 8. ID, zuständig.

Mit Erlass des Landesverteidigungskommandos vom 02.03.1916, Res.Nr. 2023, wurde zudem angeordnet, dass ab diesem Zeitpunkt alle Irredentistenprozesse beim Gericht des k.u.k. Stationskommandos Trient zu führen sind - entsprechend wurden sämtliche solcher Prozesse von verschiedenen Gerichten an Trient abgetreten und dort weiter bearbeitet. Die auf diese Weise nach Trient gelangten Akten wurden in die Registratur eingefügt und dort in die laufende R-Reihe aufgenommen.
Archivierungsgeschichte:
Das vorhandene Aktenmaterial beschränkt sich, abgesehen von einigen wenigen Akten aus den Jahren 1880-1886, auf die Jahre 1914-1917 und ist auch hier nur mit großen Lücken vorhanden. Das Material ab den späten 1880ern bis zum Ersten Weltkrieg sowie das Jahr 1918 fehlen vollständig. Nach Ende des Ersten Weltkrieges wurden zudem die Akten, die Irredentisten betrafen, an Italien abgegeben. Das übrige Material wird seit der Übersiedelung in das Zentralarchivgebäude in Erdberg in 33 Kartons gelagert.

Angaben zur Benutzung

Zugangsbestimmungen:Aufgrund vorhandener Digitalisate werden die Originale nicht zur Einsicht im Lesesaal ausgegeben.
Findhilfsmittel:Es existiert eine alphabetisch nach den Nachnamen der Angeklagten angelegte Kartei, die alle vorhandenen Akten umfasst und jeweils die konkrete Karton- und Aktenzahl angibt. Sie wurde zwischen den 1970ern und 1990ern im Kriegsarchiv angelegt und dient als Grundlage der Recherche. Sie wurde im Zuge der Digitalisierung der Akten ebenfalls gescannt.

Angaben zu verwandtem Material

Kopien (Existenz, Aufbewahrungsort):Digitalisate der Akten sind zur Forschung auch im Museo Storico Italiano della Guerra (Rovereto) einsehbar.
Verwandtes Material:Teile der Gerichtsprovenienz Trient befinden sich seit der Abgabe im Archivio di Stato di Trento (Auflistung siehe Veröffentlichungen)
Veröffentlichungen:FONTANA Nicola, PISETTI Anna; Archivi militari tra Ottocento e Novecento. Ricognizioni e acquisizioni (Rovereto, 2019)
 

Verwandte Verzeichnungseinheiten

Verwandte Verzeichnungseinheiten:keine
 

Benutzung

Schutzfristende:31.12.1947
Erforderliche Bewilligung:Keine
Physische Benützbarkeit:Nicht möglich
Zugänglichkeit:Öffentlich
 

URL für diese Verz.-Einheit

URL:https://www.archivinformationssystem.at/detail.aspx?ID=4625593
 

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