AT-OeStA/AdR AuS BMfsV FAD Freiwilliger Arbeitsdienst, 1933 - 1940 (Teilbestand)

Archive plan context


Information on identification

Ref. code:AT-OeStA/AdR AuS BMfsV FAD
Title:Freiwilliger Arbeitsdienst
Creation date(s):1933 - 1940
Level:Teilbestand
Former reference codes:03R105/1

Information on extent

Number:70
Archival Material Types:Akten und Geschäftsbücher

Information on context

Name of the creator / provenance:Bundesministerium für soziale Verwaltung 1933-1938; Ministerium für Wirtschaft und Arbeit 1938-1940
Administration history:Die legislative Grundlage für den Freiwilligen Arbeitsdienst befindet sich im Bundesgesetz vom 18. August 1932 betreffend den Freiwilligen Arbeitsdienst (BGBl. Nr. 304/1932) sowie in der Verordnung des Bundesministeriums für soziale Verwaltung vom 18. Oktober 1932 (BGBl. Nr. 311/1932). Der Freiwillige Arbeitsdienst nahm seine Tätigkeit im Herbst 1932 auf. Bedingt durch die praktischen Erfahrungen kam es 1933 und 1934 mittels Verordnungen des Bundesministeriums für soziale Verwaltung (BGBl. Nr. 271/1933, Nr. 583/1933 und Nr. 419/1934) zu Änderungen und Ergänzungen der Normen über einen freiwilligen Arbeitsdienst. 1934 führten die Abänderungen zu einer Neufassung des Bundesgesetzes über den Freiwilligen Arbeitsdienst (BGBl. Nr. 368/1934). Erst 1935 kam es zur Regelung der bereits 1932 geforderten (2a des BG von 1932, BGBl. Nr. 304 in der geltenden Fassung) Geschäftsordnung des „Österreichischen Arbeitsdienstes“ (BGBl. Nr. 38/1935). 1938, nach der Eingliederung Österreichs in das Deutsche Reich, wurde der Freiwillige Arbeitsdienst Anfang April in den Reichsarbeitsdienst überführt (AdR, BMfLV/Präs., Zl. 11.233/1938).
Archival history:Mittels sechster Verordnung über die Übertragung von Aufgaben und Befugnissen des Reichsstatthalters in Österreich (RGBl. I, S. 52ff./1940) kam es zur Errichtung eines Wiener Reichsarchivs, welches dem Reichsministerium des Innern unmittelbar unterstellt war. Hier wurden die in Wien befindlichen zentralen Archive des Landes Österreich - also auch die Registraturen des ehemaligen Sozialministeriums - zusammengefasst. 1942 bis 1944 kam es zu kriegsbedingten Auslagerungen der Archivalien aus dem Archivgebäude in Wien I, Wallnerstraße 6a, nach Niederösterreich aber auch in Wiener Keller. 1945 erfolgte aufgrund des § 10 des Behörden-Überleitungsgesetzes vom 28. Juli 1945 (StGBl. Nr. 94/1945) die Errichtung des Österreichischen Staatsarchivs mit seinen historisch gewachsenen Abteilungen.

Die Archivalien des Freiwilligen Arbeitsdienstes gelangten nach der Rückführung aus den Verlagerungsorten in das Allgemeine Verwaltungsarchiv, welches aus dem ehemaligen Staatsarchiv des Innern und der Justiz, einer Abteilung des Reichsarchivs Wien, entstand. 1987/88 erfolgte anlässlich der Übersiedlung der Akten des Sozialministeriums in das neu errichtete Archivgebäude des Österreichischen Staatsarchivs in Wien 3, Nottendorfer Gasse 2, die Übergabe dieses Bestandes an das 1983 gegründete Archiv der Republik.

Information on content and structure

Content:Arbeitsbeschaffungsprogramme; Arbeiterstand; Arbeitsdienst; Arbeitsmarktlage; Berufsstatistiken; Dachsteinhöhlenpark; Elektrifizierung der Österreichischen Bundesbahnen; Lager; Leistungs- und Kostenberichte; Projekte; Uniformen, Winterhilfe
System of arrangement:Der Archivbestand „Freiwilliger Arbeitsdienst“ umfasst 70 Kartons und gliedert sich in drei Abschnitte:

- Zahlenreihe (15 Kartons)
- Sammelakten (38 Kartons)
- Varia (17 Kartons)

Der Zugang erfolgt über Namens- und Materienindizes sowie Protokollbücher, wobei es für die Sammelakten und den Varia-Bestand noch eine zusätzliche Zugangsmöglichkeit gibt: Das Aufstellungsverzeichnis enthält eine detaillierte betreffsmäßige Aufgliederung dieser Archivalien. Die Projekte des Freiwilligen Arbeitsdienstes wurden noch zusätzlich durch die Arbeitsvorhabenkartei, in welcher nach Bundesländern geordnet alle Tätigkeiten des Freiwilligen Arbeitsdienstes dokumentiert sind, festgehalten.

Die Hinterlegung der Akten erfolgt bei Geschäftsfällen, welche sich über mehrere Jahre erstrecken, jeweils bei der letzten Zahl. Da dies jedoch nicht in den Protokollbüchern ersichtlich gemacht wurde, sondern mit eingelegten Aushebezetteln direkt am Hinterlegungsort vermerkt wurde, kann sich der Aushebevorgang oftmals erschweren. Skartierungen erfolgten nur in sehr geringem Ausmaß. Als Vorbereitung zur Übersiedlung in den Archivneubau erfolgte in den Jahren 1982 bis 1988 die Umlegung der bis dahin als Faszikel gelagerten Akten in Kartons und die Neufassung eines Aufstellungsverzeichnisses.

Conditions of access and use

Access regulations:Der Bestand ist gemäß Bundesarchivgesetz (BGBl. I/162/1999) in Zusammenhang mit der Benutzerordnung des Österreichischen Staatsarchivs in der jeweils gültigen Fassung zugänglich.
Language:Deutsch
Finding aids:Aufstellungsverzeichnis; Materien- und Namensindizes

Information on related materials

Publications:Das Archiv der Republik und seine Bestände. Teil 1: Das Archivgut der 1. Republik und aus der Zeit von 1938 bis 1945. Hrsg. Manfred Fink. In der Reihe: Publikationen des Österreichischen Staatsarchivs, Band 4/1. Wien 1993.

50 Jahre Ministerium für soziale Verwaltung 1918-1968. Festschrift (illustr.), Wien 1968.
 

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Usage

End of term of protection:12/31/1970
Permission required:Keine
Physical Usability:Uneingeschränkt
Accessibility:Öffentlich
 

URL for this unit of description

URL:http://www.archivinformationssystem.at/detail.aspx?ID=5400
 

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