AT-OeStA/HHStA RHR Gratialia et Feudalia Primae preces, 15. Jh. (ca.)-1806 (Serie)

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Information on identification

Ref. code:AT-OeStA/HHStA RHR Gratialia et Feudalia
Title:Primae preces
Creation date(s):approx. 15th cent. - 1806
Level:Serie

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Number:48

Information on context

Administration history:Entstanden in der Reichshofratskanzlei

Information on content and structure

Content:Die deutschen Kaiser übten seit dem 13. Jahrhundert das sogenannte ius primarium precum (zu dt. Recht der ersten Bitte) aus. Dieses Recht bedeutete im gesamten römisch-deutschen Reich ein aus kaiserlicher Sicht verbindliches Präsentationsrecht auf die erste frei werdende Pfründe in Stiften des Reiches nach der Krönung. Die vorliegende Serie besteht vorwiegend aus Akten des 17. und 18. Jahrhunderts, die größtenteils Bittschriften um Primae Preces für darin genannte Stifte umfassen, das heißt um eine Urkunde, mit der der Supplikant bei der Erlangung der ersten vakanten Pfründe in diesen Stiften begünstigt wird.
Vereinzelt handelt es sich dabei auch um Streitfälle zu Pfründen zwischen unterschiedlichen Prezisten. Die kaiserlichen Primae Preces erworben zu haben, bedeutete in vielen Fällen nämlich nicht, dass man den Anspruch vor Ort auch tatsächlich durchsetzen konnte. Die Effektuierung der Bittbriefe gelang also nicht in allen Fällen. Davon zeugen etliche Akten, die Auseinandersetzungen zwischen mehreren Interessenten dokumentieren.
Die Kartons 24ff. enthalten als Register bezeichnete Amtsbücher, die im Wesentlichen chronologisch oder nach Diözesen bzw. Stiften geordnete zeitgenössische Behelfe über vergebene Preces unter den Kaisern Friedrich III. bis Franz II. sind.
System of arrangement:Die Gesuche sind alphabetisch nach den Namen der Einschreiter bzw. nach den jeweiligen Herrschern geordnet.

Conditions of access and use

Finding aids:AB I/43

Information on related materials

Related material:Reichskanzlei Reichsakten in specie 64, 65a, 65b; RK Taxbücher 179; AB 98 Formularbuch der Reichskanzlei für Primae preces
Publications:Anna Hedwig Benna, Preces Primariae und Reichshofkanzlei (1559-1806), in Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 5, 1952, S. 87-102; Leo Santifaller, Die Preces primariae Maximilians I. auf Grund der Maximilianischen Registerbücher des Wiener Haus-, Hof- und Staatsarchivs. In: Festschrift zur Feier des zweihundertjährigen Bestandes des Haus-, Hof- und Staatsarchivs, I. Band, Wien 1949, S. 578- 661; Christoph Gnant, Die Panisbriefe Kaiser Josefs II., Münster 2002; Susanne Gmoser und Ulrich Rasche, Archivalische Quellen zur Praxis des kaiserlichen Rechts der ‘Ersten Bitten’ (Jus primarium precum) im Haus-, Hof- und Staatsarchiv Wien, in: Zwischen Archiv und Heraldik. Festschrift für Michael Göbl (Sonderschrift der Heraldisch-Genealogischen Gesellschaft “Adler”), Wien 2019, S. 165-190.

Additional comments

Comments:Die Kartons 1-18 und 24-30 wurden von Mag. Susanne Gmoser in den Jahren 2014-2020 verzeichnet.
 

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Usage

End of term of protection:12/31/1836
Permission required:Keine
Physical Usability:Uneingeschränkt
Accessibility:Öffentlich
 

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URL:https://www.archivinformationssystem.at/detail.aspx?ID=151
 

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