AT-OeStA/HHStA UR AUR 15697 Der Jude Isachar Tiem verkauft Dietrich Schuster dem Bayern und dessen Frau Elisabeth sein näher bezeichnetes Haus und seinen Garten mit allem Zubehör am Niedermarkt in der Lederergasse., 1389.09.28 (Einzelstück (Aktenstück, Bild, Karte, Urkunde))

Archivplan-Kontext


Angaben zur Identifikation

Signatur:AT-OeStA/HHStA UR AUR 15697
Titel:Der Jude Isachar Tiem verkauft Dietrich Schuster dem Bayern und dessen Frau Elisabeth sein näher bezeichnetes Haus und seinen Garten mit allem Zubehör am Niedermarkt in der Lederergasse.
Entstehungszeitraum:28.09.1389
Stufe:Einzelstück (Aktenstück, Bild, Karte, Urkunde)

Angaben zum Kontext

Provenienz:Rep. 3;
Archivalienart:Urkunde

Angaben zu Inhalt und Struktur

Regest:Der Jude Isachar (Yesachar) Tiem und seine Erben erklären, dass er mit Handen des Grundherrn Gerbert Mänster sein Haus und seinen Garten mit allem Zubehör am Niedermarkt in der Lederergasse, neben dem Haus der Jüdin Cipra gelegen und dem Gerbert Mänster mit zwei Pfennig pro Jahr am St. Michaelstag (29. 9.) grunddienstpflichtig, um 18 Pfund Wiener Pfennig an Dietrich Schuster den Bayern, dessen Frau Elisabeth und deren Erben verkauft hat. Isachar Tiem und seine Erben haben Dietrich, Elisabeth und deren Erben fünf versiegelte Kaufbriefe über das Haus übergeben: Der erste besagt, dass Gerbert Mänster die Liegenschaften von dem Juden Jakob (Jacoben) gekauft hat, der zweite, dass Friedrich Zimmermann Haus und Garten von Gerbert Mänster gekauft hat, der dritte, dass Friedrich Zimmermann den Garten an Gerbert Mänster verkauft hat, der vierte, dass Isachar Tiem den Garten von Gerbert Mänster gekauft hat, der fünfte, dass der Jude Noyel (Noyeel) alles von Friedrich Zimmermann gekauft hat. Dazu kam noch ein hebräischer (ebranischen) Brief, der besagt, dass Isachar Tiem Haus und Garten von Noyel gekauft hat. Sollten die Rechte der Käufer angefochten werden, sollen diese den Ausstellern die Briefe samt diesem Kaufbrief übergeben, damit die Aussteller sie gemäß Landrecht in Österreich dagegen schirmen können; sollten die Briefe verloren gehen oder beschädigt werden, sind die Aussteller und ihr Grundherr nicht zum Schirm verpflichtet. Die Aussteller versprechen, die Käufer schadlos zu halten, wofür sie ihren gesamten Besitz als Sicherheit setzen. (Brugger/Wiedl)
Aussteller:Jude Isachar (Yesachar) Tiem
Empfänger/Vertragspartner:Dietrich Schuster der Bayer und dessen Frau Elisabeth
Ort:s.l.
Sprache:Deutsch
Siegel:2 anhangende Siegel, beschädigt
Beschreibstoff:Pergament

Angaben zur Benutzung

Reproduktion vorhanden:Digitale Aufnahme

Angaben zu verwandtem Material

Veröffentlichungen:Brugger/Wiedl, Regesten zur Geschichte der Juden in Österreich im Mittelalter, Bd. 4, S. 52, Nr. 1926
 

Behältnisse

Anzahl:1
 

Verwandte Verzeichnungseinheiten

Verwandte Verzeichnungseinheiten:keine
 

Benutzung

Schutzfristende:31.12.1419
Erforderliche Bewilligung:Keine
Physische Benützbarkeit:Uneingeschränkt
Zugänglichkeit:Öffentlich
 

URL für diese Verz.-Einheit

URL:https://www.archivinformationssystem.at/detail.aspx?ID=6106060
 

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