AT-OeStA/HHStA UR AUR 15803 1) Friedrich von Wallsee[-Enns] erklärt seinen Bruder Rudolf schadlos zu halten, der sich für ihn um 600 Pfund Wiener Pfennig bei den Juden Smerlein und Eberlein aus [Wiener] Neustadt verbürgt hat. \ 2) Friedrich von Wallsee[-Enns] und sein Bruder Rudolf von Wallsee[-En

Archivplan-Kontext


Angaben zur Identifikation

Signatur:AT-OeStA/HHStA UR AUR 15803
Titel:1) Friedrich von Wallsee[-Enns] erklärt seinen Bruder Rudolf schadlos zu halten, der sich für ihn um 600 Pfund Wiener Pfennig bei den Juden Smerlein und Eberlein aus [Wiener] Neustadt verbürgt hat.
2) Friedrich von Wallsee[-Enns] und sein Bruder Rudolf von Wallsee[-Enns] erklären, dass sie den Juden Smerlein und Eberlein, Söhne des Isak aus [Wiener] Neustadt, 600 Pfund Wiener Pfennig schulden.
Entstehungszeitraum:10.05.1390 - 16.05.1390
Stufe:Einzelstück (Aktenstück, Bild, Karte, Urkunde)

Angaben zum Kontext

Provenienz:Rep. 3;
Archivalienart:Urkunde

Angaben zu Inhalt und Struktur

Regest:Friedrich von Wallsee[-Enns] und seine Erben erklären, dass sie sich bezüglich der 600 Pfund Wiener Pfennig, die sie den Juden Smerlein und Eberlein (Eferlein) aus [Wiener] Neustadt und deren Erben schulden und für die Friedrichs Bruder Rudolf von Wallsee[-Enns], Landmarschall in Österreich, und dessen Erben auf Friedrichs Bitte und gemäß der Urkunde, die die Juden von Friedrich darüber haben, Bürgen geworden sind, dahingehend mit Rudolf und dessen Erben geeinigt haben, dass sie diese bis zum kommenden Auffahrtstag (4. 5. 1391) über ein Jahr aus der Bürgschaft lösen sollen. Andernfalls versprechen sie, den Bürgen jeglichen Schaden bei Christen und Juden zusammen mit der Schuldsumme zu ersetzen, sobald diese es verlangen. Widrigenfalls sollen die Schuldner zwei ehrbare Knechte, jeden selbander mit zwei Pferden, nach Wien ins Einlager schicken, wo diese gemäß Einlagerrecht bleiben sollen, bis Rudolf und dessen Erben aus der Bürgschaft gelöst sind. Die Aussteller setzen dafür ihren Besitz in Österreich und anderswo als Sicherheit, aus dem der Landesfürst oder dessen Vertreter Rudolf und dessen Erben auf deren Verlangen nach dem Stichtag Pfänder stellen soll, sodass sie sich damit selbst von der Schuld samt Zinsen lösen können. (Brugger/Wiedl)
Friedrich von Wallsee[-Enns], sein Bruder Rudolf von Wallsee[-Enns], Landmarschall in Österreich, und ihre Erben erklären, dass sie den Juden Smerlein und Eberlein (Eferlein), Söhne des Isak (Eysakchs) aus [Wiener] Neustadt, und deren Erben 600 Pfund Wiener Pfennig schulden, die sie ihnen ab dem Ausstellungstag über ein Jahr zurückzahlen sollen, ansonsten kommen drei Pfennig pro Pfund und Woche an Zinsen hinzu. Wenn sie das Hauptgut, nämlich 500 Pfund Wiener Pfennig, innerhalb eines halben Jahres zurückzahlen, sollen sie auch an Zinsen (gesuechs) nur so viel zahlen, wie es für den Teil des Jahres ausmacht. Nach Ablauf des Jahres sollen die Juden die Schuld samt Zinsen (schaden) erhalten, sobald sie die Rückzahlung verlangen. Geschieht dies nicht, soll derjenige, den die Juden auffordern, einen ehrbaren Knecht selbander mit zwei Pferden nach Wien ins Einlager schicken, wo diese gemäß Einlagerrecht so lange bleiben sollen, bis die Schuld samt Zinsen beglichen ist. Die Zinsen laufen weiter, unabhängig davon, ob Einlager geleistet wird oder nicht. Die Aussteller setzen ihren gesamten Besitz in Österreich und anderswo als Sicherheit, aus dem der Landesfürst oder dessen Vertreter den Juden Pfänder stellen soll, bis die Schuld samt Zinsen beglichen ist. Die Aussteller versprechen, sich bezüglich der Schuld nicht an den Hof oder andere Gewaltträger zu wenden und gegen den Willen der Juden keine Frei-, Töt- oder Gegenbriefe von der Herrschaft zu erlangen, sondern sie selbst zu bezahlen; dennoch erlangte Briefe erklären sie für ungültig. Wer mit Einverständnis der Juden diesen Brief vorzeigt, ob Jude oder Christ, soll ausbezahlt werden. (Brugger/Wiedl)
Aussteller:Friedrich von Wallsee[-Enns] und sein Bruder Rudolf von Wallsee[-Enns]
Empfänger/Vertragspartner:Rudolf von Wallsee[-Enns] / Juden Smerlein und Eberlein, Söhne des Isak aus [Wiener] Neustadt
Ort:Wien
Sprache:Deutsch
Siegel:je 2 Siegel, bei einem Exemplar fehlend, beim anderen vorhanden aber beschädigt
Beschreibstoff:Pergament

Angaben zur Benutzung

Reproduktion vorhanden:Digitale Aufnahme

Angaben zu verwandtem Material

Veröffentlichungen:Brugger/Wiedl, Regesten zur Geschichte der Juden in Österreich im Mittelalter, Bd. 4, S. 62-64, Nr. 1942f.

Weitere Bemerkungen

Bemerkungen:2 Urkunden, durhc Einschnitte kassiert.
 

Behältnisse

Anzahl:1
 

Verwandte Verzeichnungseinheiten

Verwandte Verzeichnungseinheiten:keine
 

Benutzung

Schutzfristende:31.12.1420
Erforderliche Bewilligung:Keine
Physische Benützbarkeit:Uneingeschränkt
Zugänglichkeit:Öffentlich
 

URL für diese Verz.-Einheit

URL:https://www.archivinformationssystem.at/detail.aspx?ID=6111724
 

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