AT-OeStA/HHStA UR AUR 16093 Jörg von Wallsee[-Linz] und seine Erben erklären, dass sie der Jüdin Zisnaba, Witwe des Schaul aus Znaim, gesessen zu Wien, und deren Erben 36 Pfund Wiener Pfennig schulden., 1392.03.18 (Einzelstück (Aktenstück, Bild, Karte, Urkunde))

Archivplan-Kontext


Angaben zur Identifikation

Signatur:AT-OeStA/HHStA UR AUR 16093
Titel:Jörg von Wallsee[-Linz] und seine Erben erklären, dass sie der Jüdin Zisnaba, Witwe des Schaul aus Znaim, gesessen zu Wien, und deren Erben 36 Pfund Wiener Pfennig schulden.
Entstehungszeitraum:18.03.1392
Stufe:Einzelstück (Aktenstück, Bild, Karte, Urkunde)

Angaben zum Kontext

Provenienz:Rep. 3;
Archivalienart:Urkunde

Angaben zu Inhalt und Struktur

Regest:Jörg von Wallsee[-Linz] und seine Erben erklären, dass sie der Jüdin Zisnaba (Cisnaba), Witwe des Schaul (Schawllen) aus Znaim, gesessen zu Wien, und deren Erben 36 Pfund Wiener Pfennig schulden, die sie bis zum kommenden St. Laurenztag (10. 8.) zurückzahlen sollen; ab dann kommen pro Pfund und Woche zwei Pfennig an Zinsen hinzu. Sobald die Juden es verlangen, sollen sie ausbezahlt werden, ansonsten sollen Jörg und seine Erben einen ehrbaren Knecht selbander mit zwei Pferden nach Wien ins Einlager schicken, wo diese gemäß Einlagerrecht verbleiben sollen, bis die Juden die Schuldsumme samt Zinsen erhalten haben; die Zinsen laufen weiter, unabhängig davon, ob Einlager geleistet wird oder nicht. Die Aussteller setzen ihren gesamten Besitz in Österreich und anderswo als Sicherheit, aus dem der Landesfürst oder dessen Vertreter den Juden auf deren Verlangen Pfänder stellen soll. Wenn die Juden nach dem Stichtag nicht länger auf die Rückzahlung warten wollen, sollen sie Schuldsumme und Zinsen erhalten. Die Aussteller versprechen, sich nicht an den Hof oder andere Gewaltträger zu wenden und gegen den Willen der Juden weder Frei-, Töt- noch Gegenbriefe von der Herrschaft zu erlangen, sondern sie selbst zu bezahlen; dennoch erlangte Briefe erklären sie für ungültig. Jeder, der mit Einverständnis der Juden diese Urkunde vorweist, ob Christ oder Jude, soll ausbezahlt werden. (Brugger/Wiedl)
Aussteller:Jörg von Wallsee[-Linz] und seine Erben
Empfänger/Vertragspartner:Jüdin Zisnaba, Witwe des Schaul aus Znaim, gesessen zu Wien
Ort:Wien
Sprache:Deutsch
Siegel:2 anhangende Siegel, 1 vorhanden und abgefallen, 1 fehlt
Beschreibstoff:Pergament

Angaben zur Benutzung

Reproduktion vorhanden:Digitale Aufnahme

Angaben zu verwandtem Material

Veröffentlichungen:Brugger/Wiedl, Regesten zur Geschichte der Juden in Österreich im Mittelalter, Bd. 4, S. 87, Nr. 1981.

Weitere Bemerkungen

Bemerkungen:Hebräischer Vermerk auf der Plica:
שר יורג מוולסי ל''ו ליט' על לארינצינא ט' קנ''ב ל' ומגיד לחמותי ויש קופה
'Edler "Jorg" von "Wallsee", 36 Pfund auf "Lorentzen tag" 152 nach der [kleinen]
Jahreszählung (1392), und es (= die Urkunde) lautet auf meine Schwiegermutter und es
gibt eine Kasse.'

Durch Einschnitte kassiert.
 

Behältnisse

Anzahl:1
 

Verwandte Verzeichnungseinheiten

Verwandte Verzeichnungseinheiten:keine
 

Benutzung

Schutzfristende:31.12.1422
Erforderliche Bewilligung:Keine
Physische Benützbarkeit:Uneingeschränkt
Zugänglichkeit:Öffentlich
 

URL für diese Verz.-Einheit

URL:https://www.archivinformationssystem.at/detail.aspx?ID=6158550
 

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