AT-OeStA/HHStA UR AUR 16105 Jörg von Wallsee[-Linz] und Jakob Lauterbeck, Landrichter auf dem Moes, erklären, dass sie den Juden Israel, Fenzel, Jeklein und Zecherlein, Söhne des Hetschel aus Herzogenburg, 396 Pfund Wiener Pfennig schulden., 1392.04.04 (Einzelstück (Aktenstück, Bild, Karte, Urkund

Archivplan-Kontext


Angaben zur Identifikation

Signatur:AT-OeStA/HHStA UR AUR 16105
Titel:Jörg von Wallsee[-Linz] und Jakob Lauterbeck, Landrichter auf dem Moes, erklären, dass sie den Juden Israel, Fenzel, Jeklein und Zecherlein, Söhne des Hetschel aus Herzogenburg, 396 Pfund Wiener Pfennig schulden.
Entstehungszeitraum:04.04.1392
Stufe:Einzelstück (Aktenstück, Bild, Karte, Urkunde)

Angaben zum Kontext

Provenienz:Rep. 3;
Archivalienart:Urkunde

Angaben zu Inhalt und Struktur

Regest:Jörg von Wallsee[-Linz], Jakob Lauterbeck, Landrichter auf dem Moes, und ihre Erben erklären, dass sie den Juden Israel (Yesrahelen), Fenzel (Frentzlein), Jeklein (Yeklein) und Zecherlein, Söhne des Hetschel (Hetschleins) aus Herzogenburg, und deren Erben 396 Pfund Wiener Pfennig schulden, die sie ihnen bis zum kommenden St. Martinstag (11. 11.) zurückzahlen sollen, ansonsten kommen pro Pfund und Woche zwei Pfennig an Zinsen hinzu. Sobald die Juden es verlangen, sollen sie die Schuldsumme und die Zinsen erhalten; bei Nichtbezahlung soll jeder der Aussteller einen ehrbaren Knecht selbander mit zwei Pferden nach Wien ins Einlager schicken, wo diese gemäß Einlagerrecht verbleiben sollen, bis die Schuld samt Zinsen beglichen ist. Die Zinsen laufen weiter, unabhängig davon, ob Einlager geleistet wird oder nicht. Die Aussteller setzen ihren gesamten Besitz in Österreich als Sicherheit, aus dem der Landesfürst oder dessen Vertreter den Juden auf deren Verlangen Pfänder stellen soll. Wenn die Juden nach dem Stichtag die Rückzahlung verlagen, soll ihnen die Schuld samt Zinsen bezahlt werden. Die Aussteller versprechen, sich nicht an den Hof oder andere Gewaltträger zu wenden und gegen den Willen der Juden weder Frei-, Töt- noch Gegenbriefe von der Herrschaft zu erlangen, sondern sie selbst zu bezahlen; dennoch erlangte Briefe erklären sie für ungültig. Wer mit Einverständnis der Juden diese Urkunde vorweist, ob Jude oder Christ, soll ausbezahlt werden. (Brugger/Wiedl)
Aussteller:Jörg von Wallsee[-Linz] und Jakob Lauterbeck, Landrichter auf dem Moes
Empfänger/Vertragspartner:Juden Israel, Fenzel, Jeklein und Zecherlein, Söhne des Hetschel aus Herzogenburg
Ort:Wien
Sprache:Deutsch
Siegel:2 anhangende Siegel, beschädigt
Beschreibstoff:Pergament

Angaben zur Benutzung

Reproduktion vorhanden:Digitale Aufnahme

Angaben zu verwandtem Material

Veröffentlichungen:Brugger/Wiedl, Regesten zur Geschichte der Juden in Österreich im Mittelalter, Bd. 4, S. 88f., Nr. 1983.

Weitere Bemerkungen

Bemerkungen:Hebräischer Vermerk auf der Plica:
שר יורג מבאלסי ג' מאות ליט' וצ''ו ליט' ע''ח קנ''ג ל' ויש חלק לדודי צערער ל' ו' ליט'
'Edler "Jorg" von "Vallsee" 300 Pfund und 96 Pfund auf Martini (charatin), 153 nach
der [kleinen] Jahreszählung (1392). Und es gehört ein Teil meinem Onkel "Tzerer", 36
Pfund.'
 

Behältnisse

Anzahl:1
 

Verwandte Verzeichnungseinheiten

Verwandte Verzeichnungseinheiten:keine
 

Benutzung

Schutzfristende:31.12.1422
Erforderliche Bewilligung:Keine
Physische Benützbarkeit:Uneingeschränkt
Zugänglichkeit:Öffentlich
 

URL für diese Verz.-Einheit

URL:https://www.archivinformationssystem.at/detail.aspx?ID=6158562
 

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