AT-OeStA/HHStA UR AUR 20312 Der Jude David, Sohn des Juden Mosche, verkauft dem Juden Jona Steuss sein Haus am Niedermarkt zu Klosterneuburg neben dem des Juden Leb mit allen Rechten und allem Zubehör um 40 Pfund Wiener Pfennig., 1416.08.02 (Einzelstück (Aktenstück, Bild, Karte, Urkunde))

Archivplan-Kontext


Angaben zur Identifikation

Signatur:AT-OeStA/HHStA UR AUR 20312
Titel:Der Jude David, Sohn des Juden Mosche, verkauft dem Juden Jona Steuss sein Haus am Niedermarkt zu Klosterneuburg neben dem des Juden Leb mit allen Rechten und allem Zubehör um 40 Pfund Wiener Pfennig.
Entstehungszeitraum:02.08.1416
Stufe:Einzelstück (Aktenstück, Bild, Karte, Urkunde)

Angaben zum Kontext

Provenienz:Rep. 3;
Archivalienart:Urkunde

Angaben zu Inhalt und Struktur

Regest:Der Jude David, Sohn des Juden Mosche (Muschen), erklärt für sich und seine Erben, dass er mit Handen seines Amtmanns Hans Steck, Amtmann des Stifts Klosterneuburg, sein Haus am Niedermarkt neben dem des Juden Leb (Lebn) mit allen Rechten und allem Zubehör um 40 Pfund Wiener Pfennig an den peschaiden Juden Jona Steuss (Stewssen) und dessen Erben verkauft hat. Von dem Haus sind jährlich am St. Michaelstag (29. 9.) 15 Wiener Pfennig und am St. Martinstag (11. 11.) neun Pfennig zu Grunddienst in das Kelleramt auf die Oberkammer des Stifts, am St. Georgstag (24. 4.) zwölfeinhalb Pfennig Fürgeding sowie zu drei Etaidingen im Jahr drei Pfennig Vogtrecht zu dienen. Außerdem hat David Jona einen gesiegelten Kaufbrief übergeben, der bezeugt, dass David dieses Haus und Lebs Haus, die ursprünglich ein Haus waren, zusammen gekauft hat und in dem zwei andere Urkunden genannt sind, die David ebenfalls an Jona übergeben hat. Diese Urkunden betreffen die beiden Häuser und sollen Leb übergeben werden, wenn dieser sie wegen seines Hauses benötigen sollte, und dann von diesem wieder zurückgegeben werden. Sollten gegen Jona Steuss oder dessen Erben gerichtliche Forderungen erhoben werden, sollen diese David oder dessen Erben die drei genannten Urkunden mitsamt diesem Kaufbrief unbeschädigt zurückgeben, damit David sie gemäß österreichischem Landrecht damit gegen alle Ansprüche schirmen kann. Sollten die Urkunden jedoch verloren gehen oder beschädigt werden, sind die Verkäufer und ihr Amtmann der Schirmverpflichtung ledig. Die Aussteller versprechen, die Käufer schadlos zu halten, wofür sie ihren ganzen Besitz als Sicherheit setzen. (Brugger/Wiedl)
Aussteller:Jude David, Sohn des Juden Mosche
Empfänger/Vertragspartner:Jude Jona Steuss
Ort:s.l.
Sprache:Deutsch
Siegel:2 anhangende Siegel
Beschreibstoff:Pergament

Angaben zur Benutzung

Reproduktion vorhanden:Digitale Aufnahme

Angaben zu verwandtem Material

Veröffentlichungen:Brugger/Wiedl, Regesten zur Geschichte der Juden in Österreich im Mittelalter, Bd. 5, S. 197, Nr. 2591
 

Behältnisse

Anzahl:1
 

Verwandte Verzeichnungseinheiten

Verwandte Verzeichnungseinheiten:keine
 

Benutzung

Schutzfristende:31.12.1446
Erforderliche Bewilligung:Keine
Physische Benützbarkeit:Uneingeschränkt
Zugänglichkeit:Öffentlich
 

URL für diese Verz.-Einheit

URL:https://www.archivinformationssystem.at/detail.aspx?ID=6959005
 

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