AT-OeStA/FHKA NHK Banater A. Banater Akten, 1745-1779 (Teilbestand)

Archive plan context


Information on identification

Ref. code:AT-OeStA/FHKA NHK Banater A.
Title:Banater Akten
Creation date(s):1745 - 1779
Level:Teilbestand
Former reference codes:AT-OeStA/FHKA NHK KaaleU Banater A.

Information on extent

Number:293
Archival Material Types:Akten und Geschäftsbücher

Information on context

Administration history:Die im Frieden von Passarowitz (1719) erworbenen Gebiete - der Temescher Banat, Serbien und die Westwalachei, wurden unter Vorbehalt aller staatlichen Hoheits- und grundherrlichen Besitz- und Herrschaftsrechte der Verwaltung der Hofkammer und des Hofkriegsrates unterstellt. Am 18. April 1719 setzte Kaiser Karl VI. eine aus den Chefs dieser Behörden und dem Bankopräsidenten bestehende, in der Folgezeit nur ganz selten zusammentretende Konferenz als oberste Instanz für die Verwaltung dieser "Neoacquistica" ein, sie wurde durch eine häufiger tagende "Subdelegation", die von Räten der Hofkammer und des Hofkriegsrates besetzt war, unterstützt.
Das stärkere Hervortreten des Ressortsgedanken gab den Anlass zu der 1745 erfolgten Gründung der "Hofkommission in Banaticis, Transsylvanicis und Illyricis", an deren Spitze der aus der Hofkammer hervorgegangene Ferdinand Graf Kollowrat trat.
Nach Kollowrats Tod 1751 gingen die Banatica und Illyrica an den Präsidenten der Münz- und Bergwerkshofkommission, Graf Königsegg-Erps über, was zu einer gewissen Vereinfachung im Beamtenapparat beider Stellen, nicht aber zu einer Vereinigung in Expedit und Registratur führte.
Eine weitere Veränderung in der zentralen Verwaltung des Banats erfolgt 1759: ein gemeinsamer Vortrag des Direktoriums und der Ministerialbankdeputation vom 9. Juli dieses Jahres erhellt die durch die schwierige Finanzlage des Staates begründete Verpfändung der Einkünfte aus dem Banat an die Wiener Stadtbank, die den gleichzeitigen Übergang der Verwaltung dieses Gebietes an die Ministerialbankodeputation bedeutete. Referent blieb jedoch auch jetzt der zu dieser Behörde übersetzte Hofrat Kempf, an dessen Stelle später Theodor Freiherr von Stupan trat.
Archival history:Die Banater Akten der Jahre 1745-1751 und die dazugehörigen Registratursbücher sind der aktenmäßige Niederschlag der Tätigkeit dieser Kommission bei der Verwaltung des Banats, während die in diesen Büchern noch verzeichneten Illyrica und Transsylvanica mit der Abtrennung dieser Agenden von den Banaticis 1751 ausgeschieden wurden. 1748 spalten sich vom Hauptbestand die in Sonderregistern verzeichneten "Publico-contentiosa" ab, welche die Akten eines von 1748 bis 1778 bei den zentralen Verwaltungsstellen des Banats tätigen Justizkonsesses sind.
Die in den Jahren 1753-1754 aus der allgemeinen Reihe der Banater Akten ausgesonderten Akten der "Kempfschen Hofkommission" sind Berichte und Weisungen des Hofrates Ignaz Kempf von Angret, die er anlässlich einer Visitationsreise in das Banat in diesen Jahren machte und empfing. Die Wiedervereinigung der Banater Verwaltungsagenden mit der Hofkammer 1755, als Graf Königsegg nach dem Tode des Hofkammerpräsidenten Grafen J.G. Dietrichstein das Präsidium der Hofkammer übernahm, hat keinen Einschnitt in der Banater Registratur hinterlassen. Der Rücktritt Königeggs 1757 führt dann wieder zur Lostrennung der Banater Agenden von der Hofkammer und zu ihrer Zuweisung an das Directorium in publicis et cameralibus. Maßgebender Referent bleibt auch jetzt Hofrat Kempf.
Bei der Ministerialbankdeputation verblieben die Banater Agenden bis 1769. In diesem Jahre tritt eine Zweiteilung der Banater Akten durch Abtrennung einer Gruppe „Besondere Banater Akten“ ein, die das Salz- und Gefällswesen enthalten. Diese Zweiteilung wurde durch die Abtrennung der Banatica vom Banko und die Unterstellung aller Publico-politica unter die böhmisch-österreichische Hofkanzlei und aller Finanzagenden unter die Hofkammer verursacht.

Information on content and structure

Content:Die aus dem Verkehr zwischen der Temesvarer Administration und der Hofkammer erwachsenen Akten, die hieher ressortierende kamerale und zivile Verwaltung angehend, liegen im Bestand "Hoffinanz Ungarn" und in den aus diesem Bestand selektierten "Älteren Banater Akten", die für die Zeit von 1717 bis 1745 15 Faszikel umfassen.
Allerdings erfährt 1757 das Aussehen der bis dahin einfach chronologisch gereihten Registratur eine Veränderung: das erste, später noch erweiterte System von Betreffsignaturen wird eingeführt, die in Zahl und Vielfalt einen Begriff davon geben, was alles der Staat in den Bereich seiner Tätigkeit zog.
Mit dem Jahre 1778, in dem die Verwaltung des Banats an Ungarn überging, brechen die beiden Aktenreihen und ihre Register im Hofkammerarchiv ab.
So sind die „Banater Akten“ in den Jahren 1770-1778 nach ihrer Provenienz Hofkanzleiakten, während die Finanzagenden der Hofkammer in den „Besonderen Akten“ und in der Abteilung 66 des „Österreichischen Camerale“ eingeordnet sind.
Der Bestand umfasst 247 Faszikel Akten und 46 Bücher.
System of arrangement:Fünf Serien:
Ältere Banater Akten in chronologischer Ordnung
Hofkommission in Banaticis, Transsylvanicis und Illyricis, nach Sachbetreffen geordnet
Kempfschen Hofkommission, nach Sachbetreffen geordnet
Jüngere Banater Akten, nach Sachbetreffen geordnet
Besondere Banater Akten, nach Sachbetreffen geordnet

Conditions of access and use

Access regulations:Der Bestand ist frei zugänglich, gemäß Bundesarchivgesetz (BGBl. I/162/1999) in Zusammenhang mit der Benutzerordnung des Österreichischen Staatsarchivs in der jeweils gültigen Fassung.
Reproduction conditions:Gemäß § X (Nutzung von Archivgut durch Anforderung von Reproduktionen) und § XIV (Entgelte) der Benutzungsordnung des Österreichischen Staatsarchivs (§ 10 Bundesarchivgesetz), in der jeweils gültigen Form.
Language:Deutsch, Latein, Ungarisch
Finding aids:Indizes und Protokolle
 

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Usage

End of term of protection:12/31/1809
Permission required:Keine
Physical Usability:Uneingeschränkt
Accessibility:Öffentlich
 

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URL:http://www.archivinformationssystem.at/detail.aspx?ID=2079
 

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