AT-OeStA/HHStA RHR Judicialia APA 115-34 Manderscheid[-Blankenheim], Hermann Graf von; Bitte um Belehnung mit "verschwiegenen" Reichslehen in Aachen; Erhöhung einer Appellationssumme; Vermittlung wegen Schadensersatzes nach Übergriffen königlich-spanischer Soldaten; Besoldung als kaiserlicher Rat;

Archivplan-Kontext


Angaben zur Identifikation

Signatur:AT-OeStA/HHStA RHR Judicialia APA 115-34
Titel:Manderscheid[-Blankenheim], Hermann Graf von; Bitte um Belehnung mit "verschwiegenen" Reichslehen in Aachen; Erhöhung einer Appellationssumme; Vermittlung wegen Schadensersatzes nach Übergriffen königlich-spanischer Soldaten; Besoldung als kaiserlicher Rat; Erstattung von Unkosten
Entstehungszeitraum:1588 - 1590
Darin:Verzeichnis der von Arnold Blanckart aus Odenhausen und Dietrich Krummel aus Weiher in Prozeß gegen Stadt Aachen um Lehengüter in Aachen 1584 eingereichten Urkunden, fol. 507r-510v

Angaben zu Inhalt und Struktur

Kläger/Antragsteller/Betreff:Manderscheid[-Blankenheim], Hermann Graf von, kaiserlicher Rat von Haus aus
Gegenstand - Beschreibung:Antragsteller berichtet, in der Stadt Aachen gebe es vier Häuser (Plankenhaus, Fleischhaus, Brothaus, Haus zum Verkauf von Tuch), die Reichslehen seien, inzwischen aber nicht mehr als solche gälten. Antragsteller bittet, ihn als denjenigen, der auf diese Reichslehen aufmerksam gemacht habe, damit zu belehnen. Außerdem bittet Antragsteller, die im Appellationsprivileg der Grafen von Manderscheid festgeschriebene Appellationssumme zu erhöhen. Darüber hinaus macht Antragsteller Schadensersatzforderungen wegen Übergriffen auf seine Untertanen durch die Truppen verschiedener königlich-spanischer Befehlshaber (Bellemont, [Carl de Croÿ (?) Fürst von] Chimay, Eckenberg) im Zusammenhang mit der Belagerung Bonns geltend. Antragsteller bittet um entsprechende kaiserliche Verfügungen an die Betroffenen, außerdem um ein kaiserliches Fürbittschreiben an den Herzog von Parma als königlich-spanischen Statthalter in den Niederlanden, weiteren Schaden für die Untertanen des Antragstellers durch spanische Soldaten abzuwenden. Des weiteren bezieht sich Antragsteller auf Gespräche mit dem damaligen Reichsvizekanzler Dr. Siegmund Vieheuser über die Bestallung des Antragstellers als kaiserlicher Rat von Haus aus. Gemäß den damals geschlossenen Vereinbarungen fordert Antragsteller Besoldung und die Erstattung von Unkosten, die ihm als
kaiserlicher Kommissar entstanden seien. Auch in seiner Eigenschaft als kaiserlicher Kommissar in Postsachen habe er Zahlungen geleistet, die erstattet werden müßten. Antragsteller bittet außerdem um einen kaiserlichen Bescheid in der hanauischen Vormundschaftssache.
Entscheidungen:Bewilligung der Belehnung mit Häusern in Aachen, Ablehnung der Erhöhung der Appellationssumme des gräflich-manderscheidischen Appellationsprivilegs, s.d. Randglossen auf Antrag, fol. 503r; Kaiserliches Fürbittschreiben an [Alessandro Farnese] Herzog von Parma zugunsten des Antragstellers 1588 10 12, fol. 515r-516v; Kaiserliches Fürbittschreiben an Reichard Pfalzgraf [von Pfalz-Simmern] zugunsten des Antragstellers 1588 01 29, fol. 511r-512v; Kaiserliches Dekret an Antragsteller (Übernahme der Direktion des Postwesens, Erstattung von Auslagen) 1588 09 20, vom Kaiser bestätigt 1588 10 07, fol. 541rv; Kaiserliches Dekret an die Hofkammer (Erstattung von Auslagen des Antragstellers) 1588 11 02, fol. 546rv; Bestätigung einer früheren kaiserlichen Entscheidung (Erstattung von Auslagen), s.d. Randglosse auf Antrag, fol. 503v; Ablehnung der beantragten Entscheidung in der hanauischen Vormundschaftssache, s.d. Randglosse auf Antrag, fol. 503r
Umfang:fol. 503-546; Akten unvollständig; Akten teilweise beschädigt
 

Verwandte Verzeichnungseinheiten

Verwandte Verzeichnungseinheiten:keine
 

Benutzung

Schutzfristende:31.12.1620
Erforderliche Bewilligung:Keine
Physische Benützbarkeit:Uneingeschränkt
Zugänglichkeit:Öffentlich
 

URL für diese Verz.-Einheit

URL:https://www.archivinformationssystem.at/detail.aspx?ID=4301897
 

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