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AT-OeStA/HHStA RHR Judicialia Antiqua 858-1 Solms-Lich contra Solms-Laubach; Streit um den 1636 vereinbarten Verkauf der Hälfte des Schlosses Lich, der Dörfer Wohnbach (Wölfersheim), Ober-Bessingen (Lich) und Münster (Laubach) sowie einem Viertel der Stadt Grüningen (Pohlheim) durch Graf Philipp A
Angaben zur Identifikation |
| Signatur: | AT-OeStA/HHStA RHR Judicialia Antiqua 858-1 |
| Titel: | Solms-Lich contra Solms-Laubach; Streit um den 1636 vereinbarten Verkauf der Hälfte des Schlosses Lich, der Dörfer Wohnbach (Wölfersheim), Ober-Bessingen (Lich) und Münster (Laubach) sowie einem Viertel der Stadt Grüningen (Pohlheim) durch Graf Philipp Adam an Graf Albrecht Otto II. |
| Entstehungszeitraum: | 1638 - 1678 |
| Frühere Signaturen: | Antiqua, Faszikel 910, Nr. 1; Faszikel 916, Nr. 34 und Nr. 39 |
| Darin: | Graf Albrecht Otto II. beurkundet die Bedingungen für die Bezahlung des Kaufpreises von insgesamt 72.500 Gulden, 1636 11 28 (Abschr.), fol. 6r-8v; desgl. 1636 12 01 (Abschr.), fol. 28r-29v; Fürbittschreiben des Kurfürsten Anselm Kasimir von Mainz für den in militärischer Hinsicht unabkömmlichen Grafen Albrecht Otto II., 1638 08 31 (Ausf.), fol. 11r-12v; Vertrag über den Verkauf, in dem sich u. a. Philipp Adam verpflichtet, mit dem Kaufgeld die verpfändeten solmischen Herrschaften in Böhmen, Humpolec (Humpoletz) und Herálec (Heraletz), zurückzuerwerben, 1636 11 16/26 (Abschr.), fol. 19r-22v; Philipp Adam bekundet den Verkauf, 1636 11/12 28/08 (Abschr.), fol. 24r-27v; Verzeichnis der dem Käufer entgegen den vertraglichen Vereinbarungen noch nicht übertragenen Besitzrechte und Einkünfte [1639], fol. 32rv; Kommissionsbericht des Grafen von Nassau-Dillenburg, (1639 07 10 (Ausf.), fol. 33r-107v, darin: Empfehlungsschreiben des Kurfürsten von Mainz an den Kommissar zugunsten des Grafen Albrecht Otto II., 1638 11 29 (Ausf.), fol. 40r-41v; Gutachten der Juristenfakultäten: Marburg, 1641 03 13 (Ausf.), fol. 167r-171v; desgl., 1661 05 10 (Ausf.), fol. 725r-728v; desgl. 1664 03 07 (Abschr.), fol. 770r-772v; Mainz, 1664 03 02 (Abschr.), fol. 776r-777v; Gießen, 1664 03 22 (Abschr.), fol. 779r-780v; Schuldverschreibung des Grafen Albrecht Otto II. gegenüber seiner Ehefrau Katharina Juliane über 25.000 Gulden, 1637 05 01 (Abschr.), fol. 314r-316v; Kommissionsbericht des Kurfürsten von Mainz und des Grafen von Nassau Dillenburg, 1658 09 19 (Ausf.), fol. 319r-584v, darin: Subdelegiertenbericht, 1658 08 10/20, fol. 321r-331r; Protokoll über die Kommissionsverhandlungen in Lich 1653 betr. die Einsetzung Philipp Adams in verkaufte Güter, fol. 334r-365v; Protokoll über die Kommissionsverhandlungen in Frankfurt am Main 1658 betr. die Berechnung der Forderungen sowie der geleisteten Zahlungen, fol. 540r-549v; Fürbittschreien des Kurfürsten Johann Philipp von Mainz zugunsten von Katharina Juliane und der Fortsetzung von Güteverhandlungen, 1658 10 13 (Ausf.), fol. 585r-586v; Protokoll über Kommissionsverhandlungen 1660 10, fol. 672r-680v; Kommissionsbericht, 1664 06 24 (Ausf.), fol. 763r-794v, darin: Kommissionsprotokoll über die Verhandlungen in Frankfurt am Main 1664 04, fol. 791r-794v; Kommissionsbescheid: bei Nichterfüllung der Forderungen erfolgt die Einsetzung des Klägers in die Güter, 1664 04 16/26 (Ausf.), fol. 803r-804v; "Demonstratio, daß in der Kays. Commissions-Sachen ad immitendum zwischen Herrn Philipp Adamen, Grafen von Solmß p., Klägern, einß- und Herrn Carlen Otten, auch Grafen zu Solmß p., Beklagten, andern Theils für itzthochgedachten Herrn Graff Carlen Otto zu Solmß-Laubach zu votiren und zu sprechen sey", undat. [Johann Franz de Bernhardi, 1668], fol. 889r-898v; Gesuch von Helena Elisabeth von Solms-Lich an den Reichsvizekanzler Leopold Wilhelm von Königsegg um Schutz vor Hermann Adolf Moritz von Solms-Lich, 1670 07 05 (Ausf.), fol. 939r-940v. |
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Angaben zu Inhalt und Struktur |
| Kläger/Antragsteller/Betreff: | Solms-Lich, Graf Philipp Adam von, später: Gräfin Helena Elisabeth von, seine Witwe |
| Beklagter/Antragsgegner: | Solms-Laubach, Graf Albrecht Otto II. von, später: Gräfin Katharina Juliana von, seine Witwe; Graf Karl Otto von, sein Sohn, und dessen Erben |
| RHR-Agenten: | Solms-Lich: Johann Löw (1641), Andreas Neumann (1646); Solms-Laubach: Heinrich Steiger (1649), Heinrich Deighoff (1659), Johann Franz de Bernardi (1668), Ferdinand Persius (1675) |
| Entscheidungen: | Kommissionsauftrag an Graf Ludwig Heinrich von Nassau-Dillenburg, Graf Philipp Adam wieder in die Güter einzusetzen, bis Graf Albrecht Otto II. den Kaufpreis vollständig entrichtet habe, 1638 10 01 (Konz.), fol. 9r-10v, ferner (Abschr.), fol. 38r-39v; Kommissionsauftrag an dens., die Parteien in Güte zu vergleichen, im Misserfolgsfall aber die Parteien zu vernehmen, dabei die Argumente betr. die Austräge und die nicht erfolgte kaiserliche Bestätigung zu den böhmischen Gütern nicht gelten zu lassen, und die Akten samt Bericht einzuschicken, 1648 11 03 (Konz.), fol. 205r-206v, ferner (Abschr.), fol. 235r-236v; Kommissionsauftrag an dens. sowie an Kurfürst Johann Philipp von Mainz, Philipp Adam zunächst wieder wirklich in die von ihm verkauften Güter einzusetzen und sodann den Punkt der gegenseitigen Forderungen zu verhandeln, 1652 08 09 (Konz.), fol. 975r-980v, ferner (Abschr.), fol. 599r-603v; Befehl an die Kommissare, aller Einreden der Solms-Laubacher Partei zum Trotz mit der Einsetzung Philipp Adams in die Güter fortzufahren und ihrem sonstigen Kommissionsauftrag (Liquidation der Forderungen) nachzukommen, 1653 02 10 (Konz.), fol. 311rv; Kommissionsauftrag an den Kurfürst von Mainz, die Güteverhandlungen fortzusetzen, 1658 12 10 (Konz.), fol. 587rv; Befehl an dens., sich nicht weiter um einen gütlichen Vergleich zu bemühen, 1659 01 02 (Konz.), fol. 604rv; Urteil in Sachen Liquidation der Forderungen, das Solms-Laubach wegen ausstehender Kaufgeldzahlungen von 44.784 Gulden und deren Verzinsung zu hohen Geldzahlungen verpflichtet, wobei die durch die Kommission vollzogene Einsetzung Philipp Adams in die Güter so lange bestehen bleiben soll, bis diese Zahlungen erfolgt sind, 1660 06 07 (Konz.), fol. 662rv, ferner (Abschr.), fol. 731r-732v; Befehl an den Kurfürst von Mainz, nochmals Güteverhandlungen aufzunehmen, im Misserfolgsfall aber das Urteil publizieren und Solms-Laubach zu den Zahlungen anzuhalten, 1660 06 07 (Konz.), fol. 664rv; an den Kurfürsten von Mainz und Heinrich von Nassau-Dillenburg als den nach dem Tod Ludwig Heinrichs von Nassau-Dillenburg neu eingesetzen Kommissar: der impetratischen Gesuche um restitutio in integrum und Revision zum Trotz bleibt es bei dem nun durchzusetzenden Urteil, 1663 07 12 (Konz.), fol. 737r-738v; Befehl an die Kommissare, falls Solms-Laubach nicht genügsame Kaution stelle, Philipp Adam in die verkauften Güter - oder falls das nicht genüge, um die Forderungen zu erfüllen - in weitere solms-laubachische Güter einzusetzen, 1663 08 30 (Konz.), fol. 742r-743r; weitere Befehle an die Kommission: 1664 12 09 (Konz.), fol. 805rv; 1666 09 22 (Konz.), fol. 842r-843r; an die Kommission: trotz mehrerer Gesuche beider Parteien darum werde kein Endurteil ergehen; stattdessen sollen weitere Güteverhandlungen geführt werden, bei dessen Scheitern auf der Grundlage der solms-laubachischen Einkünfteverzeichnisse und Rechnungen Vorschläge für die Erfüllung der Forderungen zu machen sind u. a., 1675 09 17 (Konz.), fol. 969r-970v. |
| Umfang: | Fol. 1-986 |
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Verwandte Verzeichnungseinheiten |
| Verwandte Verzeichnungseinheiten: | keine |
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Benutzung |
| Schutzfristende: | 31.12.1708 |
| Erforderliche Bewilligung: | Keine |
| Physische Benützbarkeit: | Uneingeschränkt |
| Zugänglichkeit: | Öffentlich |
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URL für diese Verz.-Einheit |
| URL: | https://www.archivinformationssystem.at/detail.aspx?ID=5437652 |
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