AT-OeStA/HHStA RHR Judicialia Antiqua 917-1 Deutscher Orden contra Nürnberg; Streit um die Ausübung des katholischen Gottesdienstes in der Spitalskapelle St. Elisabeth und in der Jakobskirche der Nürnberger Kommende, 1629-1662 (Akt (Sammelakt, Grundzl., Konvolut, Dossier, File))

Archivplan-Kontext


Angaben zur Identifikation

Signatur:AT-OeStA/HHStA RHR Judicialia Antiqua 917-1
Titel:Deutscher Orden contra Nürnberg; Streit um die Ausübung des katholischen Gottesdienstes in der Spitalskapelle St. Elisabeth und in der Jakobskirche der Nürnberger Kommende
Entstehungszeitraum:1629 - 1662
Frühere Signaturen:Antiqua, Faszikel 974, Nr. 2
Darin:Vollmacht des Hochmeisters für den Agenten Johann Jakob Kellner, 1630 06 22 (Ausf.), fol. 20rv; desgl. für Hartmann Drache, 1630 08 19 (Ausf.), fol. 21rv; Vollmacht der Stadt für den Agenten Johann Löw, 1630 09 06 (Ausf.), fol. 68rv; Schreiben des Markgrafen Christian von Brandenburg-Bayreuth an den Hochmeister, vorerst nicht mit Vollstreckung gegen die Stadt vorzugehen, sondern auf eine gütliche Einigung zu setzen, 1631 05 10 (Abschr.), fol. 147r-149v; Vergleich zwischen Orden und Stadt, 1649 03 09 (Abschr.), fol. 200r-205v; mit Schreiben von 1629 05 04 (fol. 222r-223v) eingeschickte Akten der 1628 08 01 ex officio beauftragten und von Bischof Philipp Adolf von Würzburg und Graf Wolfgang II. von Castell-Remlingen geleiteten und 1629 tätigen Kommission (Subdelegierte des Bischofs von Würzburg: Johann Philipp von Vorburg, Dr. jur. Kaspar Leipolt, des Grafen von Castell-Remlingen: Dr. jur. Friedrich Fabricius, genannt Schmidt, Dr. jur. Peter Mülich, Adjunkt: Johann Stellwaag), bestehend aus drei (1-3) in Pergament eingeschlagenen Bänden: 1) "Rotulus attestationem et recessum" (Kommissionsprotokoll), fol. 216r-604v, darin: Kommissionsauftrag an die genannten Kommissare, die Parteien zu vernehmen, Zeugen zu verhören, vorgelegte Dokumente zu prüfen und zu berichten, 1628 08 01, fol. 227r-230v; Zwischenurteil: die beklagte Stadt muss sich einlassen; der von ihr dagegen vorgebrachte Einwand der Litispendenz des Streits am Reichskammergericht wird verworfen, 1627 08 30, fol. 231rv; Frageartikel, Zeugenlisten und Zeugenverhöre, fol. 285r-288r, 374r-378r, 389r-460v, 491r-512v; Notiz betr. die Nürnberger Feuerordnung, fol. 480rv; 2) "Rotulus documentorum", fol. 605r-867v, darin: Wappendarstellung, kopiert von dem Nürnberger Maler Johann Ulrich Bühler aus einer handschriftlichen Nürnberger Chronik, mit Jahreszahl 1564 und dem Namen des Deutschordensritters Wilhelm von Dernbach, fol. 610r (siehe fol. 358r-359r); Nürnberger Wappendreipass (Wappendreiheit), abgezeichnet von dems. Maler aus ders. Handschrift, fol. 613r (siehe fol. 359rv); kolorierte Federzeichnung der Deutschordenskommende Nürnberg und der St. Jakobskirche (mit Innensichten aufgrund aufklappbarer Dachzeichnungen), auf der Grundlage eines Entwurfs von Hans Bien 1629 ausgeführt von dem Nürnberger Maler Georg Gertner, fol. 616r (siehe fol. 482r-485r); kaiserliche Privilegien und Urkunden für den Orden von: Sigismund, 1428 03 21, fol. 617r-619r; Karl IV. (mehrere), Wenzel (mehrere), Ruprecht, Ferdinand II.; Befehl des Hochmeisters Wolfgang Schutzbar genannt Milchling an Meinhard von Wallbronn, Komtur von Nürnberg, das Interim zu beachten, 1548 12 24, fol. 672rv (folgen weitere Schreiben von 1549 in dieser Sache auch an Wilhelm von Lochinger, Landkomtur der Ballei Franken); Bestätigung der Ordensprivilegien durch Papst Urban VIII., 1624 01 09, fol. 678r-681v; der Schwäbische Bund bekundet einen Vergleich zwischen dem Orden und der Stadt Nürnberg über die Restitution der Kommende Nürnberg, 1529 02 02, fol. 682r-683v; Vergleich zwischen dem Orden und der Stadt über das Ordensspital, 1487 08 13, fol. 707r-710v; kaiserliche Privilegien und Urkunden für die Stadt Nürnberg von: Albrecht I., 1300 05 15, fol. 792v-793v; Karl IV., 1355 04 05, fol. 711r-712v; dems., 1376 10 28, fol. 784r-789v; Wenzel, 1379 01 30, fol. 713r-715v; Ruprecht, 1401 01 06, fol. 716r-717v; dems., 1401 01 06, fol. 718r-719v; Sigismund, 1433 05 31, fol. 720r-727v; Friedrich III., 1464 06 23, fol. 728r-730v; dems., 1480 12 04, fol. 805r-809v; Ferdinand II., 1620 03 26, fol. 731r-734v; folgen zahlreiche Ratsverlasse insbesondere von 1541-1542 das Ordensspital betr.; Bericht über das Spital (Ichform), undat. [frühes 14. Jahrhundert?], fol. 798r-801v;
3) umfangreicher, in zahlreichen Kapiteln gegliederter Schriftsatz der Stadt, darunter neben einer Diskussion der von Orden und Stadt vorgelegten kaiserlichen Privilegien: "Ob personae laicae des Juris episcopalis und der Disposition in Religions-Sachen fähig?" (fol. 927r), "Ob in den Reichstätten das Exercitium catholischer Religion ohne Unterschied verstattet werden müeße? (fol. 932r), "Vom Gang aus dem Teutschen Hauß in St. Jacobs Kirchen" (fol. 1033r), 1629, fol. 868r-1062v.

Angaben zu Inhalt und Struktur

Kläger/Antragsteller/Betreff:Deutscher Orden, Hochmeister Johann Kaspar von Stadion; Johann Adolf Lösch von Hilkerthausen, Komtur der Kommende Nürnberg
Beklagter/Antragsgegner:Nürnberg, Stadt
RHR-Agenten:Orden: Johann Jakob Kellner (1630), Hartmann Drache (1630); Nürnberg: Johann Löw (1630)
Entscheidungen:(Zentrales) Votum ad imperatorem (Schilderung des Prozessverlaufs 1625-1630), 1630 10 17, fol. 69r-78v, dazu Beschluss im Geheimen Rat, 1630 10 22 (Verm.), fol. 78v; Urteil: Der Orden ist befugt, den katholischen Gottesdienst in seinen beiden Kirchen abzuhalten; die Stadt darf dieses nicht behindern und muss darüber eine Kaution leisten, 1630 10 22 (Konz.), fol. 79r-80r; Auszug aus dem Reichshofratsprotokoll mit Eintrag über ein Votum ad imperatorem, 1631 02 06, fol. 96r-97v, dazu Beschluss im Geheimen Rat, 1631 02 23 (Verm.), fol. 97v; Befehl an die Stadt, die einen Schriftsatz mit 360 Probationsartikel und Gesuch um Restitutio in integrum eingereicht hat (fol. 100r-135v), die kaiserliche Jurisdiktion nicht mehr in Zweifel zu ziehen und das Urteil von 1630 10 22 zu respektieren, 1631 03 31 (Konz.), fol. 136r-137r; Strafbewehrter Befehl an die Stadt, dem Urteil zu folgen und Ladung zum Nachweis innerhalb von zwei Monaten, 1631 03 31 (Konz.), fol. 138r-141v; Votum ad imperatorem, 1631 08 08, fol. 164r-167v; Eventualparitoria: die Stadt muss innerhalb von 14 Tagen die Befolgung des Urteils nachweisen, andernfalls verfällt sie der 1631 03 31 festgesetzten Strafe, 1631 08 18 (Konz.), fol. 168r-169r; Votum ad imperatorem, 1631 10 01, fol. 181r-185v (Ablehnung der für unzureichend befundenen städtischen Parition).
Umfang:Fol. 1-1062
 

Verwandte Verzeichnungseinheiten

Verwandte Verzeichnungseinheiten:keine
 

Benutzung

Schutzfristende:31.12.1692
Erforderliche Bewilligung:Keine
Physische Benützbarkeit:Uneingeschränkt
Zugänglichkeit:Öffentlich
 

URL für diese Verz.-Einheit

URL:https://www.archivinformationssystem.at/detail.aspx?ID=7002306
 

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