AT-OeStA/HHStA RHR Judicialia Antiqua 962-1 Tilly contra Tilly; Bevormundung der Kinder des 1675 04 22 ohne Hinterlassung eines Testaments verstorbenen Grafen Ernst Emmerich T’Serclaes von Tilly aus erster Ehe mit Klara Katharina von Lamberg (Anton Ferdinand) und aus zweiter Ehe mit Maria Anna The

Archivplan-Kontext


Angaben zur Identifikation

Signatur:AT-OeStA/HHStA RHR Judicialia Antiqua 962-1
Titel:Tilly contra Tilly; Bevormundung der Kinder des 1675 04 22 ohne Hinterlassung eines Testaments verstorbenen Grafen Ernst Emmerich T’Serclaes von Tilly aus erster Ehe mit Klara Katharina von Lamberg (Anton Ferdinand) und aus zweiter Ehe mit Maria Anna Theresia von Haslang (Ferdinand Lorenz, Maria Judith Monika, Anna Katharina und Maria Elisabeth) sowie Streit um die Versorgung seiner Witwe Maria Anna Theresia und insbesondere der Alimentation seines Bruders Damian Hellfried aus den Einkünften der Grafschaft Breitenegg
Entstehungszeitraum:1675 - 1806
Frühere Signaturen:Antiqua, Faszikel 1018, Nr. 1
Darin:Erbeinigung der drei Brüder Ernst Emmerich, Damian Hellfried und Ferdinand Paul T’Serclaes von Tilly, 1661 10 21 (Abschr.), fol. 89r-121r, darin: Testamente: des Grafen Johann T’Serclaes von Tilly, 1625 03 08, fol. 90v-99v; des Grafen Werner T’Serclaes von Tilly, Vater der drei Brüder, 1650 03 25, fol. 99v-103v; der Gräfin Franziska Barbara T’Serclaes von Tilly, Mutter der drei Brüder, 1650 03 25, fol. 104r-107v, ferner Vergleich der drei Brüder, 1657 11 24, fol. 108r-115v; Heiratsvertrag über die Ehe zwischen Ernst Emmerich und Anna Theresia, 1664 09 17 (Abschr.), fol. 188r-203v; Kommissionsbericht, 1677 10 22 (Ausf.), fol. 213r-225r, darin, Protokoll über die 1677 10 07 erfolgte Immission der Vormünder in den Besitz der Grafschaft Breitenegg, fol. 219r-222r; Inventar der von Ernst Emmerich im Schloss Tillysburg hinterlassenen Mobilien, 1675 10 10 (Abschr.), fol. 474r-490v (auch fol. 614r-630v); desgl. der im Schloss Weißenberg (Neuhofen) hinterlassenen Immobilien, 1675 10 11 (Abschr.), fol. 495r-519r (auch fol. 589r-612v); Fürbittschreiben des Kurfürsten Maximilian II. Emanuel von Bayern zugunsten des Grafen Damian Hellfried, 1682 05 12 (Ausf.), fol. 532r-535v; desgl., 1685 01 02 (Ausf.), fol. 726r-729v; Vergleich zwischen den Klägern, 1678 04 05 (Abschr.), fol. 582r-583v; Kommissionsbericht, 1688 06 09 (Ausf.), fol. 922r-927v; Table généalogique de l'illustre famille de T'Serclaes (im 18. Jahrhundert) (Druck), fol. 1096r.

Angaben zu Inhalt und Struktur

Kläger/Antragsteller/Betreff:Tilly, Graf Damian Hellfried T’Serclaes von, Bruder des verstorbenen Grafen Ernst Emmerich; Tilly, Maria Anna Theresia T’Serclaes von, geb. von Haslang, dessen Witwe, später; Maximilian Emanuel Hyazinth von T’Serclaes
Beklagter/Antragsgegner:Tilly, Graf Anton Ferdinand T’Serclaes von, ältester Sohn des verstorbenen Grafen Ernst Emmerich aus erster Ehe, und seine Halbgeschwister, für sie: ihre Vormünder Graf Christoph Lepold von Thürheim und Graf Franz Joseph von Lamberg, später: Tilly, Graf Ferdinand Lorenz T’Serclaes von, Sohn Ernst Emmerichs aus zweiter Ehe, und dessen Geschwister, für sie: ihre Vormünder Gräfin Maria Anna Theresia T’Serclaes von, ihre Mutter, sowie Graf Christoph Lepold von Thürheim und Graf Franz Joseph von Lamberg
RHR-Agenten:Lamberg/Vormünder: Konrad Oswald Garbi (1675), Johann Bernhard Hauser (1676), Johann Christoph Arnstein (1678); Tilly, Damian Hellfried: Franz von Mayersheim (1677), Peter Heinrich Boville (1678), Johann Anton Lessenich (1681), Johann Jakob Albrecht von Lauterburg (1689); Tilly, Maria Anna Theresia: Johann Theodor von Tollet (1677), Johann Moritz Hörnigk (1685); T’Serclaes, Maximilian Emanuel Hyazinth: Josef von Erstenberg
Entscheidungen:Dekret zur Übernahme der Vormundschaft über Anton Ferdinand durch Graf Christoph Lepold von Thürheim und Graf Franz Joseph von Lamberg, 1676 02 21 (Konz.), fol. 8rv; Vormundschaftseid Hausers, 1676 11 16 (Konz.), fol. 26rv; Befehl an die Vormünder, Graf Damian Hellfried T’Serclaes von Tilly gemäß den Verträgen, die er mit seinem Bruder, dem verstorbenen Grafen Ernst Emmerich, geschlossen habe, Erb- und Unterhaltsgelder zu zahlen, 1677 03 08 (Konz.), fol. 45r-47v; Kommissionsauftrag an Herzog Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg, die Vormünder in die Grafschaft Breitenegg einzusetzen und die Witwe mit ihren etwaigen Forderungen "an gehörigen Orth" zu verweisen, 1677 05 31 (Konz.), fol. 174r-177r; Befehl an die Vormünder, Damian Hellfried hinsichtlich seiner Alimentationsforderungen klaglos zu stellen, 1678 12 05 (Konz.), fol. 237r-238r; Urteil im Streit um die Alimentationsforderungen des Grafen Damian Hellfried, die die Vormünder teilweise erfüllen müssen, 1681 10 27 (Konz.), fol. 425rv; Gesuch der Beklagten um Restitution abgeschlagen, dem Urteil muss innerhalb von zwei Monaten entsprochen werden, 1682 12 17 (Auszug aus dem Reichshofratsprotokoll), fol. 551r; Revision bewilligt, die Beklagten müssen 300 Reichstaler Revisonssporteln bezahlen, wonach deren Agent zur Ablegung des Revisionseides zugelassen werden soll, 1683 03 08 (Verm.), fol. 660v; Revisionseid, 1683 12 24 (Konz.), fol. 675rv; Befehl an die Witwe Maria Anna Theresia, zu der infolge des Todes des Mündels Anton Ferdinand nötigen Neuordnung der Vormundschaft über ihren Sohn Ferdinand Lorenz betr. die Grafschaft Breitenegg Stellung zu nehmen, 1685 05 30 (Konz.), fol. 734rv; Befehl an die Vormünder um Bericht, 1685 07 13 (Konz.), fol. 745r; Befehl an die Witwe, durch einen Bevollmächtigten den Vormundschaftseid ablegen zu lassen, 1685 12 17 (Konz,), fol. 782rv; desgl. an die bisherigen Vormünder Christoph Lepold von Thürheim und Graf Franz Joseph von Lamberg, 1685 12 17 (Konz.), fol. 784rv; Vormundschaftseide der Agenten, 1686 03 18 (Konzz.), fol. 827r und 828r; Kommissionsauftrag an den Kurfürsten von Bayern, zwischen den nunmehr drei Vormündern und dem Grafen Damian Hellfried im Streit um dessen Alimentationsansprüche einen gütlichen Vergleich zu stiften und gegebenenfalls nach Prüfung aller Dokumente gutachtlich zu berichten, 1687 02 20 (Konz.), fol. 867rv; Befehl an den Kommissar, Graf Damian Hellfried ex officio anzuweisen, sich mit einer jährlichen Alimentenzahlung von 3.000 Gulden und einer Einmalzahlung von 15.000 Gulden zufrieden zu geben, 1688 09 14 (Konz.), fol. 956r-957r.
Umfang:Fol. 1-1224
 

Verwandte Verzeichnungseinheiten

Verwandte Verzeichnungseinheiten:keine
 

Benutzung

Schutzfristende:31.12.1836
Erforderliche Bewilligung:Keine
Physische Benützbarkeit:Uneingeschränkt
Zugänglichkeit:Öffentlich
 

URL für diese Verz.-Einheit

URL:https://www.archivinformationssystem.at/detail.aspx?ID=7203709
 

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