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AT-OeStA/HHStA RHR Judicialia Antiqua 961-6 Tilly contra Braunschweig-Wolfenbüttel; Zahlung einer Zuwendung von 400.000 Reichstalern an Tilly aus kaiserlichen Forderungen gegen das Haus Braunschweig-Lüneburg, 1628-1664 (Akt (Sammelakt, Grundzl., Konvolut, Dossier, File))
Angaben zur Identifikation |
| Signatur: | AT-OeStA/HHStA RHR Judicialia Antiqua 961-6 |
| Titel: | Tilly contra Braunschweig-Wolfenbüttel; Zahlung einer Zuwendung von 400.000 Reichstalern an Tilly aus kaiserlichen Forderungen gegen das Haus Braunschweig-Lüneburg |
| Entstehungszeitraum: | 1628 - 1664 |
| Frühere Signaturen: | Antiqua, Faszikel 1017, Nr. 1 |
| Darin: | Fürbittschreiben für Tilly von: Kurfürst Maximilian I. von Bayern, 1629 06 22 (Ausf.), fol. 43r-44v; Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich, 1639 12 10 (Ausf.), fol. 452r-453v; dems., 1641 03 09 (Ausf.), fol. 476r-477v; Noratiatsinstrument über die Einlegung des Rechtsmittels der Supplikation durch Herzog Friedrich Ulrich gegen genannte kaiserliche Befehle zur Übertragung von Gütern an Tilly, 1630 10 18 (Ausf.), fol. 206r-208v; Schuldverschreibung des Herzogs Friedrich Ulrich gegenüber König Christian IV. von Dänemark über 100.000 Reichstaler, 1616 01 06 (Abschr.), fol. 351r-354v; ders. tritt diese Schuldverschreibung und eine weitere Schuldverschreibung des Herzogs ihm gegenüber vom gleichen Tag und ebenfalls über 100.000 Reichstaler, ferner die Pfandverschreibung des Amts Syke für gleichfalls 100.000 Reichstaler von 1624 01 06 an Ferdinand II. ab, 1629 06 05 (Abschr.), fol. 543r-544v; Fürbittschreiben der Stände des Niedersächsischen Kreises für die braunschweig-lüneburgischen Herzöge, 1639 02 19 (Ausf.), fol. 450r-451v; Species facti und Responsa gegen die Argumente der Herzöge, 458r-467r; "Unvorgreifliche Gedenckhen, wie unnd was gestalten die jenige 400.000 Reichstaler, welche weillandt Khayser Ferdinandus secundus [...] dero gewesten General Leutnandt [...] Tilli auf etlichen braunschweigischen Ämbtern allergnädigst angewisen, derzeit zu bezahlen und die tillischen Erben zu befridigen sein mechten," undat. [1646], fol. 522r-582v; Wallenstein überträgt Tilly zur Absicherung von dessen Forderungen das Fürstentum Calenberg, 1629 06 30 (Ausf.), fol. 662r. |
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Angaben zu Inhalt und Struktur |
| Kläger/Antragsteller/Betreff: | Tilly, Graf Johann T’Serclaes von, später: Tilly, Graf Werner T’Serclaes von, sein Erbe; Tilly, Graf Ernst Emmerich T’Serclaes von, dessen Erbe |
| Beklagter/Antragsgegner: | Braunschweig-Wolfenbüttel, Herzog Friedrich Ulrich von, später u.a.: Braunschweig-Wolfenbüttel, Herzog August II. von; Braunschweig-Lüneburg, Herzog Friedrich von; Braunschweig-Calenberg, Herzog Georg von |
| RHR-Agenten: | Braunschweig-Wolfenbüttel: Andreas Neumann (1646); Tilly: Johann Löw (1647) |
| Entscheidungen: | Befehl an Albrecht Eusebius Wenzel von Waldstein (Wallenstein), dafür zu sorgen, dass Tilly die diesem bewilligte, von 400.000 Gulden auf 400.000 Reichstaler erhöhte Zuwendung entweder aus von ihm selbst vorgeschlagenen Mitteln oder aus kaiserlichen Einkünften im Niedersächsischen Kreis erhält, 1628 02 23 (Konz.), fol. 6rv; Informationsschreiben darüber an Tilly, 1628 02 23 (Konz.), fol. 8r; gebilligte Empfehlung des Geheimen Rats, die Zuwendung, von der die Hofkammer allerdings keine Kenntnis habe, von 400.000 Gulden auf 400.000 Reichstaler zu erhöhen, 1628 02 12 (Konz.), fol. 9rv; Votum ad imperatorem, 1629 06 15, fol. 17r-20v, dazu Beschluss im Geheimen Rat, 1629 06 22 (Verm.), fol. 20v; Kommissionsauftrag an Wallenstein, Tilly das zuvor dem dänischen König verpfändete Amt Syke sowie aus den erworbenen Forderungen des dänischen Königs im Niedersächsischen Kreis soviele Einkünfte zu übertragen, bis dessen Forderung von 400.000 Reichstalern bezahlt ist, 1629 06 22 (Konz.), fol. 21r-26r; Bescheid darüber an Adrian von Fléron, Domherr in Lüttich, Gesandter Tillys, 1629 06 22 (Konz.), fol. 27r-28v; Votum ad imperatorem, 1629 07 16, fol. 33r-34v, dazu Beschluss im Geheimen Rat, 1629 07 20 (Verm.), fol. 34v; Befehl an Wallenstein, die Vollstreckung zu stoppen, da Herzog Friedrich Ulrich, den sie am meisten betreffen würde, seinerseits mit dem König von Dänemark in Verhandlungen über dessen Forderungen stehe, 1629 07 20 (Konz.), fol. 35r-37v; Mitteilung darüber an Tilly, 1629 07 20 (Konz.), fol. 39r-41r; Votum ad imperatorem, 1629 09 14, fol. 79r-99v (sehr detaillierte Einschätzung des Verhältnisses von Braunschweig-Lüneburg zum Reich); desgl., 1629 09 19, fol. 117r-124v (zur Übertragung nicht nur des Amts Syke, sonder auch der Ämter Stolzenau, Steyerberg, Ehrenburg, Barenburg, Siedenburg und Diepenau, sodann der Ämter Calenberg, Neustadt am Rübenberge, Wölpe, Blumenau, ferner der Vogteien Langenhagen und Hannover), dazu Beschluss im Geheimen Rat, 1629 09 22 (Verm.), fol. 124v; Schreiben der Hofkammer an den Reichshofrat, 1630 09 13 (Ausf.), fol. 125r-127v; Dekret an Tilly, dass die Zulässigkeit der Übertragung genannter Ämter an ihn noch gepüft werden müsse, er bis dahin aber alles, was ihm von der Kommission übertragen worden sei, einstweilen behalten dürfe, 1630 09 11 (Konz.), fol. 128r-132v; Befehl an Braunschweig-Lüneburg, die Einkünfte- und Schuldenverhältnisse der Ämter darzulegen und Tilly Einkünfte in Höhe von 400.000 zuzuweisen sowie ihn bezüglich dessen, was ihm bisher übertragen worden ist, zu versichern, 1630 10 05 (Konz.), fol. 134r-137r; Votum ad imperatorem, 1629 10 08, fol. 149r-159v; Kommissionsauftrag an den Hofkammerrat Reinhard von Walmerode und Valentin Möring, Vogt von Rusteberg, die Ämter zu begehen, deren Werte zu ermiteln und zu berichten, 1630 10 05 (Konz.), fol. 179r-184v; Befehl an die Herzöge, die Forderungen Tillys wirklich zu erfüllen, 1638 02 12 (Konz.), fol. 397r-399v; Fristverlängerung um vier Monate, 1638 12 16 (Konz.), fol. 404r-405v; Aufforderung der Hofkammer an den Reichshofrat um Beförderung der Sache, 1639 01 17 (Ausf.), fol. 406r-407v; Fristverlängerung um drei Monate, 1639 02 15 (Konz.), fol. 415r; |
| Kommissionsauftrag an den Hofkammervizepräsidenten David Ungnad sowie an die Reichshofräte Justus von Gebhard und Georg Ludwig Lindenspür, Graf von Tilly vorzuladen, dessen Vorschläge über die Erfüllung seiner Forderungen aufzunehmen und zu berichten, 1646 01 27 (Konz.), fol. 585r-586r, ferner (Ausf.), fol. 587r-588v; Votum ad imperatorem, 1646 02 10, fol. 589r-602v, dazu Beschluss im Geheimen Rat, 1646 03 10 (Verm.), fol. 602v; Befehl an die kaiserlichen Gesandten bei den Friedensverhandlungen in Münster und Osnabrück zu verhindern, dass die braunschweig-lüneburgischen Gesandten eine Befreiung von den tillyschen Forderungen erreichen "und dardurch den onus evictionis auf uns kommen lassen wolten" (fol. 604r), aber mögliche Vergleichsbemühungen zu unterstützen, 1646 03 10 (Konz.), fol. 603r-604v; Bescheid an die tillyschen Erben, dass der Kaiser die Behandlung ihrer Forderungen dem Reichstag empfehlen werde, 1654 04 13 (Konz.), fol. 717rv. |
| Umfang: | Fol. 1-720 |
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Verwandte Verzeichnungseinheiten |
| Verwandte Verzeichnungseinheiten: | keine |
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Benutzung |
| Schutzfristende: | 31.12.1694 |
| Erforderliche Bewilligung: | Keine |
| Physische Benützbarkeit: | Uneingeschränkt |
| Zugänglichkeit: | Öffentlich |
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URL für diese Verz.-Einheit |
| URL: | https://www.archivinformationssystem.at/detail.aspx?ID=7204043 |
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